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ALLGEMEINES

STADTLANDKREIS
BundeslandBayern
RegierungsbezirkOberbayern
Kreissitz---Rosenheim
Fläche37km21453km2
Einwohner52000 (1403/km2)189200 (132/km2)
Kfz-KennzeichenRO

Rosenheim am Inn ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Südostbayerns und der Mittelpunkt des Fremdenverkehrs. Der Landkreis gleichen Namens umschließt die kreisfreie Stadt. Weniger als eine Autostunde entfernt liegen die Landeshauptstadt München, der Chiemsee, und die Mozartstadt Salzburg.

Die Stadt zeigt ein geringes Bevölkerungswachstum, das durch Zuzüge bedingt ist. Etwa 82% der Einwohner sind katholisch.

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GESCHICHTE UND STADTBILD

Dort, wo die Straße von Salzburg nach Augsburg und die von Innsbruck nach Regensburg sich kreuzten, haben die Römer im Gebiet des heutigen Rosenheim eine Brücke über den Inn gebaut, die Pons Aeni. Zum Schutz der Brücke bauten 1234 die Wasserburger Grafen auf dem südöstlichen Steilhang des Inntales eine Burg "Paß ins Tyrol". Die Schiffersiedlung am westlichen Ufer ist eine wittelsbachsche Gründung, die 1328 Marktrechte erhielt (Stadtrecht 1864). lhr Siedlungskern liegt bei der Pfarrkirche St. Nikolaus (1315 gebaut, Neubau 15. Jh.), an die sich der Innere Markt, der heutige Max-Joseph-Platz, anschließt. Das Mitteltor (14. Jh., heute Heimatmuseum) trennt den Inneren vom äußeren Markt, der im 15. Jh. dazugekommen ist. Bis ins 17. Jh. war Rosenheim der größte Handels- und Schiffahrtsplatz am Inn. Einige Bürgerhäuser inmitten der Altstadt zeigen die typische Bauweise, wie man sie in Deutschland nur in den Städten im Einzugsbereich von Inn und Salzach findet: hochgezogene, horizontal abschließende Fassaden, hinter denen sich die Dächer verstecken. (Die Spitalkirche St. Joseph in Rosenheim mit ihrer barocken Innengestaltung. Sie wurde 1619 gestiftet und 1641 erneuert). Nach einem wirtschaftlichen Niedergang erlebte die Stadt einen neuen Aufschwung, als man von Berchtesgaden über Reichenhall und Traunstein 1809/10 eine 110 km lange Soleleitung hierher verlegte. Der Grund dafür lag in den Holz- und Torfvorräten, mit denen man das Salz sieden konnte. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich Rosenheim als Industrie- und Einkaufsstadt weit über seine Siedlungsgrenzen ausgedehnt.

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KULTUR

Die Rosenheimer Stadthalle gibt Gelegenheit, Orchester in die Stadt zu holen, Operetten und Opern sowie Schauspiele aufzuführen und sonstige Großveranstaltungen über die Bühne zu bringen. Der Ort verfügt über eine Städtische Galerie, das Städtische Heimatmuseum mit Sammlungen zur Vor-, Früh- und Stadtgeschichte, sowie das Innschiffahrtsmuseum. 3000 Studenten sind an der Fachhochschule eingeschrieben, 200 an der Staatlichen Technikerschule und 300 am Lehrinstitut für Holz- und Kunststofftechnik. Viele kulturelle Vereinigungen prägen die Rosenheimer Kultur, wie z.B. der Kunstverein, der Historische Verein, der Musikverein, das Theater Rosenheim, die Inntaler Bauernbühne, Trachtenvereine und Laienspielgruppen. Die Volksmusik- und Theaterspielgruppen pflegen die alten Traditionen. Tracht trägt man hier nicht nur bei folkloristischen Anlässen.

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WIRTSCHAFT UND VERKEHR

Während der Sektor Dienstleistungen, Handel und Verkehr rund 15000 Beschäftigte verzeichnet, sind im produzierenden Gewerbe über 11000 Personen tätig. In Rosenheim werden u.a. Schneefräsen, Antennen, Verpackungsmaschinen, Damenschuhe, Bekleidung, Boote, Flugzeugpropeller und Christbaumschmuck hergestellt. Darüber hinaus ist die Stadt Einkaufszentrum mit großem Einzugsbereich. Alle zwei Jahre wird in der Süd-Ost Messe eine wirtschaftliche Leistungsveranstaltung durchgeführt. Zahlreiche Hotels, Gaststätten und Pensionen können jährlich über 100 000 Übernachtungen verbuchen.

Rosenheim liegt in verkehrsgünstiger Lage, an der Gabelung der Autobahnen und Eisenbahnlinien München-Salzburg und München-Innsbruck sowie am Zusammenfluß von Inn und Mangfall.

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ROSENHEIM - LANDKREIS

Der Landkreis Rosenheim, von der Einwohnerzahl her der zweitstärkste Landkreis innerhalb Bayerns, umschließt die kreisfreie Stadt Rosenheim. Er grenzt im Süden an das österreichische Bundesland Tirol. In seinen heutigen Grenzen besteht der Landkreis seit der Gebietsreform von 1972, als ihm große Teile der ehemaligen Kreise Bad Aibling und Wasserburg zugeschlagen wurden. Der Landkreis gehört zu den bedeutendsten Fremdenverkehrsgebieten Bayerns.

Die Bevölkerung des Landkreises nimmt stetig zu, und zwar in erster Linie durch Zuwanderung. 86 % der Bevölkerung sind katholisch, 11% evangelisch.

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LANDSCHAFT

Von der Nordkette der bayerischen Alpen über Inntal und Rosenheimer Becker bis zur Moränenlandschaft des Alpenvorlandes reicht das Kreisgebiet.

Die markanten Gipfel von Wendelstein und Kampenwand fallen steil zu den mittelgebirgsartigen Vorbergen ab. Der breite Rücken des Samerberges war die Heimat der Salzsäumer, die auf ihren Saumpferden das Reichenhaller Salz transportierten. Während der Eiszeiten füllte der mächtige Inngletscher ein Trogtal, in dem nach dem Abtauen Schottermaterial zurückblieb. Hier hat er bei Flintsbach einen sehenswerten Gletscherschliff hinterlassen, durch den heute die Autobahn verläuft. Bei Wasserburg hat sich der Inn 70 m tief in das Land eingeschnitten. Zahlreiche Seen sind in die Hügellandschaft des Chiemgaus eingebettet, vor allem in dem Naturschutzgebiet der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte.

Das Klima des Kreisgebietes ist vor allem gekennzeichnet durch die relativ hohen Niederschläge (1300 bis 1600 mm), die Nebeltage im Innbecken und die Föhneinbrüche, die oft lange Schönwenerperioden bewirken.

Von der Fläche des Landkreises stehen etwa 1% unter Naturschutz (7 Naturschutzgebiete) und 16% unter Landschaftsschutz (28 Landschaftsschutzgebiete sowie 85 Naturdenkmäler).

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STÄDTE UND DÖRFER

Die Besiedelung des Kreisgebietes Iäßt sich aufgrund von einzelnen Funden bis in die Zeit zwischen 3000 und 4000 v.Chr. zurückverfolgen. Um 400 v.Chr. lebten die Kelten in diesem Gebiet. 14 v.Chr. kamen die Römer ins Land und errichteten Brücken, Kastelle und Straßen, vor allem in der Nähe der Stadt Rosenheim. Manche christliche Kirchenanlage wurde auf römischen Fundamenten erbaut. Der Bayernherzog Tassilo II. (742-94) gründete auf den Chiemseeinseln ein Männer- und ein Frauenkloster. Im frühen Mittelalter war Aibling als königliche Pfalz der bedeutendste Ort im Kreisgebiet, Wasserburg wurde zum wichtigen Handelszentrum am Inn. Ab dem 16. Jh. übernahm Rosenheim diese Rolle.

Immer wieder begegnet man in den Dörfem, Märkten und Städten des Landkreises alten Gast- und Bauernhäusem, deren Fassaden bemalt oder mit Schnitzwerk verziert sind. Im ostoberbayerischen Bauernhausmuseum in Amerang (2600 Einw.) läßt sich die bäuerliche Kultur dieses Raumes vor der Technisierung nachempfinden. Das Schloß Amerang, 1072 erstmals urkundlich erwähnt, wird wegen seines Arkadenhofes gerühmt, in dem im Sommer die Ameranger Schloßkonzerte stattfinden. In Urschalling (Gemeinde Prien am Chiemsee, 1800 Einw.) steht ein altes Kirchlein mit Wandmalereien aus dem frühen 13. und späten 14. Jh., die in ihrer Geschlossenheit einmalig in Bayern sind.

Über der Burg Falkenstein (Gemeinde Flintsbach am Inn, 2200 Einw.) aus dem 13./15.Jh., die am Nordhang des Madron liegt, erhebt sich die romanische Peterskirche (1135) mit ihrer Kassettendecke von 1609/10. Die größte Burganlage im Kreisgebiet ist Hohenaschau, das im 12. Jh. erbaut und bis ins 17. Jh. hinein mehrfach umgestaltet worden ist.

Auf der Insel Herrenchiemsee hat sich Ludwig II. von Bayern ein Schloß (1878-85) nach dem Vorbild von Versailles errichten lassen.

Von den vielen kunsthistorisch wertvollen Kirchen und Klöstern sei stellvertretend verwiesen auf die Wallfahrtskirche in Tuntenhausen (1627-30), die Klosterkirchen in Reisach (1732-38) und auf der Insel Frauenchiemsee. Ein besonderes Erlebnis sind für Einheimische und Touristen die Ritterspiele in Kiefersfelden, die alljährlich im Juli und August aufgeführt werden.

Im Landkreis liegen die Städte Wasserburg, Bad Aibling und Kolbermoor. Die Häuser in Wasserburg am Inn (10800 Einw.), das auf einer durch die Innschleife fast abgeschnuuml;rten Halbinsel gelegen ist, sind im typischen Inn-Salzach-Stil erbaut: horizontal abschließende Frontmauern, hinter denen sich die Dächer verbergen, schmucke Erker und Straßenlauben im Erdgeschoß. Gegenüber dem gotischen Rathaus mit seinen zwei hohen Stufengiebeln (15. Jh.) liegt als repräsentativer Patriziersitz das Kernhaus mit seiner Rokokofassade von 1738.

Bad Aibling (12 300 Einw.) ist 1895 Bad geworden, nachdem man die Heilwirkung des Moores 1840 entdeckt hatte. In der Innenstadt trifft man noch auf Bürgerhäuser im Stil der Innstädte (17./18. Jh.). Im Heimatmuseum ist eine Wilhelm-Leibl-Stube eingerichtet.

Kolbermoor (13300 Einw.) verdankt seine Entwicklung den Torflagem der Umgebung. Die junge Stadt entstand um eine 1860 hier angelegte Baumwollspinnerei.

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WIRTSCHAFT UND VERKEHR

Auch wenn der Fremdenverkehr mit über drei Millionen Übernachtungen in vielen Heilbädern, Luftkurorten und Ferienorten eine große wirtschaftliche Rolle spielt, so wird er in seiner Wirtschaftskraft vom produzierenden Sektor übertroffen. 170 Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten und fast 2700 Handwerksbetriebe mit insgesamt über 16000 Erwerbstätigen verarbeiten Holz, Steine, Kunststoff und Metall. in der Landwirtschaft steht die Rinderhaltung (147000 Rinder) im Vordergrund. Durch die A8 (München-Salzburg) und A93 (Rosenheim-Innsbruck) ist der Kreis an das überregionale Verkehrsnetz angebunden.

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KARTEN UND SYMBOLE

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VERBINDUNGEN

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