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ERLANGEN
Bayern
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Kultur und Freizeit in Erlangen
Erlangen, eine Universitätsstadt, bietet ein reges
Kulturleben. Die Palette reicht dabei von klassischen
Kultureinrichtungen wie dem Markgrafentheater,
Süddeutschlands ältester noch bespielter
Barockbühne (611 Sitzplätze), bis hin zum
Kommunikationszentrum (im alten E-Werk). Eine
besondere Rolle im Kulturleben spielen Organisationen wie der
Stadtverband der Kulturvereine und der traditionsreiche
Gemeinnützige Verein Erlangen
GVE.
Weitere "Angebote": Heinrich-Lades-Halle, Redoutensaal, Schloß
Atzelsberg, Theater in der Garage, Städtische Galerie, Kunstverein,
Kulturtreff, Universitätsbibliothek (4,1 Mio. Bände), Stadtarchiv,
Stadtmuseum, 6 Filmtheater mit 9 Sälen. Die Stadtbücherei steht
mit 750000 Entleihungen im Jahr unter den vergleichbaren Einrichtungen
in Deutschland an zweiter Stelle nach München.
Zum kulturellen Ansehen Erlangens tragen unter anderem auch der rege
Literaturbetrieb, besonders aber so renommierte Veranstaltungen wie der
Internationale Comic-Salon, das Figurentheater-Festival, die Internationalen
Literaturtage (INTERLIT) und der Wettbewerb "Jugend musiziert" bei. Ein
kultureller Höhepunkt ganz eigener Art seit 1755: die Bergkirchweih
zu Pfingsten.
Eine Besonderheit Erlangens im Freizeitbereich ist das Engagement der
Stadt in der Jugendszene und der Stadtteilarbeit. Zahlreiche Clubs
und Begegnungsstätten werden von Jung und Alt, Deutschen und Ausländern
gut angenommen--ein wichtiger Beitrag zu einem friedlichen Miteinander.
Kultur- und Freizeiteinrichtungen (Auswahl):
- Markgrafentheater
- Theater in der Garage
- Redoutensaal
- Experimentiertheater der Universität
- Kleinkunstbühne Fifty Fifty
- Heinrich-Lades-Halle mit Kongreßzentrum
- Französisches Kulturinstitut
- Schloß Atzelsberg
- 29 Begegnungsstätten und Jugendclubs
- Jugendfarm
- 3 Abenteuerspielplätze
- 110 (Abenteuer-) Spiel- und Bolzplätze bzw. Freizeitanlagen
- Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten
- Aromagarten
- Waldmuseum
- Naherholungsgebiet Dechsendorfer Weiher
Sehenswürdigkeiten (Auswahl):
- Markgräfliches Schloß (1704) mit Schloßgarten, Orangerie
- Markgrafentheater (1719)
- Palais Stutterheim (1728), bis 1971 Rathaus
- Altstädter Rathaus (1736), heute Stadtmuseum
- Evangelisch-reformierte (Hugenotten-) Kirche
- "Himbeerpalast" (1950), Siemens-Hauptverwaltung
- Kellerhäuschen am Burgberg
- Botanischer Garten
- Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten auf dem Burgberg
- Aromagarten der Universität
- Schloß Atzelsberg (1705)
- Wasserräder im Nordwesten der Stadt
Soziales und Wohnen in Erlangen
Hohe Gewerbesteuereinnahmen und überdurchschnittliche Arbeitnehmereinkommen
haben Erlangen zu einer der wohlhabenderen Städte in Deutschland gemacht.
So war es möglich, ein dichtes Netz
von Einrichtungen für sozial benachteiligte Personengruppen (z.B.
Sozialzentrum Dreycedern, Wärmestube mit Übernachtungs-
möglichkeit), Senioren (z. B. Wohn- und Pflegeheime, spezielle Wohnungen,
Betreuungszentrum) und Kinder (z.B.Pflegenester, Krippen,
Horte, Lernstuben, heilpädagogische Tagesstätte) zu schaffen. Bei
Kindergärten (einschließlich Sonder- und Schulkindergärten) - in
vielen anderen Städten ein dauerhafter Problembereich - erreicht
Erlangen sogar einen bayernweit beachteten Deckungsgrad von rund 90%.
Eine erhebliche Belastung für den städtischen Haushalt stellen die
Ausgaben für die Sozialhilfe dar. Allein die Mittel für die Hilfe zum
Lebensunterhalt stiegen von 1982 bis 1992 von knapp 3 Millionen DM
auf nahezu 14 Millionen DM. Im selben Zeitraum nahm die Zahl der
Sozialhilfeempfänger von ca. 1.670 auf fast 4.000 zu.
Im Wohnungsbau scheint die Talsohle der letzten Jahre überwunden.
1992 wurden mehr als 800 Wohnungen bezugsfertig, doppelt
soviel wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Diese positive
Entwicklung hält an. Dennoch ist die Situation auf dem
Wohnungsmarkt weiterhin angespannt.
Soziale Einrichtungen (Auswahl):
- 1 Betreuungszentrum für Alte und Behinderte
- 5 Altenwohn- und Pflegeheime: 1.268 Plätze
- 671 alten- und behindertengerechte Wohnungen
- 42 Kindergärten: 3.031 Plätze
- 6 Schulkindergärten: 90 Plätze
- 2 schulvorbereitende Einrichtungen tur Behinderte: 92 Plätze
Sport und Gesundheit in Erlangen
Erlangen ist eine Stadt des Breitensports - nicht nur wegen der
vielen Radfahrer. Etwa jeder dritte Einwohner ist Mitglied in einem der
rund 80 Sportvereine. Mit der Aktion "Tausend Punkte für deine
Gesundheit" rief das Sportamt vor einem Vierteljahrhundert sogar den
Vorläufer der späteren bundesweiten Trimm-Dich-Welle ins Leben.
Sportliche Akzente setzten und setzen aber auch Erlanger Spitzensportler
z. B. im Schwimmen, in leichtathletischen Disziplinen, beim
Handball, Trampolinturnen oder beim Ballonfahren.
Neben vorbeugendem Gesundheitsschutz durch ein breites Angebot
an sportlichen Aktivitäten steht den Bürgern, nicht nur aus Erlangen,
auch für den Krankheitsfall umfassende Hilfe zur Verfügung. Den
Schwerpunkt bildet dabei die Friedrich-Alexander-Universität (FAU)
mit ihren 21 Kliniken, dem Tumorzentrum und dem
Herzzentrum. Allein an ihm wurden seit Mitte der fünfziger
Jahre rund 25.000 Operationen vorgenommen.
Zusammen mit dem Waldkrankenhaus in kirchlicher Trägerschaft und
dem Bezirkskrankenhaus stehen in Erlangen etwa 2.500 Krankenbetten
(davon ca. 1.600 Krankenbetten an der FAU) zur Verfügung -
Pflegebetten nicht eingerechnet. Von ca. 1.000 Medizinern arbeiten
600 an der FAU und etwa 260 als niedergelassene Ärzte bzw.
Zahnärzte.
Sportstätten (Auswahl):
- 49 Sportplätze einschließlich Siemens-Stadion
- 45 Turn- und Sporthallen (mit teilweise internationalem Standard)
- 5 Hallen- bzw. Freibäder
- 1 Naturbad am Dechsendorfer Weiher
Gesundheitswesen:
- 21 Kliniken mit ca. 2.500 Betten
- Herzzentrum
- Tumorzentrum
- Rehabilitationszentrum (in Planung)
- Staatl. Gesundheitsamt
WAPPEN
- Die Stadtfarben sind rot und weiß, auf der Fahne
längsgestreift.
- Das Stadtwappen besteht aus drei
Schilden: dem Brandenburger Adler, dem preußischen Adler
und dem böhmischen Löwen, der an die Stadterhebung durch
Karl IV. im Jahre 1367 erinnert. Die beiden oberen Schilde waren
das Zeichen der Erlanger Neustadt. Der untere Teil bildete das
Wappen der mittelalterlichen "Stadt Erlang". Beide Städte
wurden 1812 vereinigt.
- Das moderne Stadtsignet, ein Quadrat aus 24 kleinen
Quadraten, stammt aus den 70er Jahren. Es symbolisiert den quadratischen
Grundriß der historischen Stadtanlage, das leere Feld steht
für den Schloßgarten.
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